Ort: online (der Link wird angemeldeten Personen kurz vor der Veranstaltung zugesendet)
Beschreibung:
Die Vermeidung von Gesundheitsrisiken durch Infektionen ist ein zentrales Anliegen des One-Health-Ansatzes im öffentlichen Gesundheitswesen. Im Falle von Infektionsausbrüchen müssen viele Akteure an einem Strang ziehen, um eine zeitnahe und passgenaue Krisenkommunikation zu ermöglichen. Verbreiten sich zoonotische Erreger und werden zur Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung, muss der Öffentliche Gesundheitsdienst mit Akteuren aus Humanmedizin, Veterinärmedizin, Umweltwissenschaften zusammenarbeiten. Wichtig ist dann vor allem eine effiziente, sektorenübergreifende Krisenkommunikation, bei der alle relevanten Zielgruppen adressiert werden. Wie Krisenkommunikation im Kontext von One Health in Deutschland funktionieren kann und sollte, wird in diesem Workshop anhand von drei Fallbeispielen beleuchtet. Ziel der Veranstaltung ist es, im Austausch von Wissenschaft und ÖGD, Abläufe zur Kommunikation bei Infektionsausbrüchen zu diskutieren und sich zu möglichen Verbesserungen für zukünftige Gesundheitsrisiken durch Zoonosen auszutauschen.
Vorläufiges Programm (Änderungen möglich):
14.00 Uhr
| Eröffnung und Einführung One Health Platform Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf
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14.10 Uhr
| Fall 1: Tularämie in Deutschland Dr. Daniela Jacob und PD Dr. Klaus Heuner (Konsiliarlabor für Francisella tularensis (Humanbereich), Robert Koch-Institut)
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14.40 Uhr | Fall 2: Tollwut bei Fledermausfund in Kita Dr. Amelie Arnecke (Universität Leibzig)
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15:10 Uhr | Fall 3: Ungeklärte EHEC-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern Jörg Heusler (Landkreis Vorpommern-Rügen) |
15:40 Uhr | Abschließende Diskussion und Verabschiedung |
Informationen zum Format:
One Health, übersetzt „eine Gesundheit“, hat das Ziel die Gesundheit von Tieren, Menschen und Ökosystem ins Gleichgesicht zu bringen und nachhaltig zu verbessern. Um dieses Ziel erreichen zu können, ist die Zusammenarbeit verschiedener Akteure sowie ein Verständnis für komplexe Zusammenhänge bei Gesundheitsfragen essentiell. Die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe der One Health Platform (OHP), gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), gemeinsam mit der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf soll hierzu einen Beitrag leisten. Die Veranstaltungen richten sich an Wissenschaftler:innen sowie Mitarbeiter:innen von Gesundheits-, Veterinär- und Umweltämtern. Ziel ist es, den konstruktiven Austausch und die inhaltliche Zusammenarbeit von Personen aus verschiedenen Fachbereichen zu unterschiedlichen Themen im Sinne des One Health Ansatzes zu fördern und zu verbessern. Durch den inter- und transdisziplinären Austausch sollen One Health Ansätze beispielsweise in Form gemeinsamer Forschungsprojekte angestoßen und vorangebracht werden. Zudem soll der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis gefördert werden.
Zielgruppe:
Wissenschaftler:innen und Mitarbeiter:innen von Gesundheits-, Veterinär- und Umweltämtern